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Das wundersame Leben von Fuchs und Schlange: Kapitel 14

Lucy zwang sich ruhig zu bleiben. Panik würde ihr in dieser Situation auch nicht helfen. "Wollen Sie mich umbringen?", fragte sie kühl. Jerry lächelte. "Kommt ganz drauf an was du als nächstes tust.", entgegnete er. "Warum? Was habe ich Ihnen getan?" Lucy bemühte sich gelangweilt zu klingen, doch man konnte die Angst raushören. "Du kleine Göre wirst dafür büßen, so mit mir geredet zu haben. Niemand, hörst du, NIEMAND, stellt sich zwischen mich und meine Angelegenheiten." Lucy wollte noch etwas erwidern, doch sie wurde von Jemanden unterbrochen. "Nimm sofort das Messer von dem Hals meiner Tochter!", schrie Fuchs. Am liebsten hätte Lucy laut aufgeseufzt. Sie war gerettet! Fuchs kam um sie zu retten. Sie versuchte sie loszureißen, doch Jerry hielt sie in seinem stählernen Griff an Ort und Stelle. Er drückte ihr das Messer fester an den Hals. "Ich rufe die Polizei wenn du sie nicht loslässt!", drohte Fuchs. "Tu doch was du willst. Es ist sowieso zu spät für ihre Rettung!", brüllte Jerry. Lucy war der Ohnmacht nahe. Jerry hat recht. schoss es ihr durch den Kopf. Es ist zu spät. Wenn jetzt jemand die Polizei ruft, bin ich tot!  "Dies ist die letzte Aufforderung", rief Ben. "Lass meine Nichte sofort los!" Bens Stimme gab Lucy wieder etwas Kraft. Sie wusste, dass er und Fuchs sie retten würden. Sie würden es nicht zulassen, dass Jerry sie umbringt. Jerry drehte sich zu Ben um. "Warum sollte ich das tun?" Jerrys Stimme hatte einen irren Klang angenommen. Kaum zu glauben, dass einer wie er der Oberarzt ist!, dachte Lucy. "Lass sie los, oder ich rufe die Polizei!", rief Ben. "Willst du das wirklich?" , fragte Jerry. Ben nickte und nahm sein Handy in die Hand. "Dann willst du auch den Tod deiner Nichte..." Ben stürmte auf Jerry zu und versuchte den Arm mit dem Messer von Lucys Hals abzubringen. Lucy trat Jerry gegen das Schienbein. Es hatte ihm zwar keine Schmerzen zugefügt, doch war er so verwirrt dass er sie losließ. Lucy zerrte die vor Angst wie versteinerte Penelope von ihrem Stuhl und rannte mit ihr zu Fuchs. Er schloss Lucy fest in die Arme. Ihre Beine begannen zu zittern und tränen stiegen ihr in die Augen. Fuchs stich ihr sanft über den Kopf. "Alles wird gut. Du bist jetzt bei mir und du bist in Sicherheit." Lucy drückte dich enger an ihren Vater. "Ben!", schrie Penelope plötzlich. Lucy sah auf. Jerry drückte Ben gegen die Wang und hielt ihm das Messer an die Brust. "Was würde es dir nützen mich zu töten?" flüsterte Ben. "Penelope und ich wären wieder vereint." Ben starrte ihn ungläubig an. "Glaubst du wirklich, dass sie mit einem Mörder zusammen sein will?" Jerry schnaubte ihn wütend an. "Wie kannst du es wagen meine Plänen infrage zustellen!?", brüllte er, doch Ben blieb ruhig und sprach mit fester Stimme: "Ich habe keine Angst vor dir. Du kannst mich verstümmeln, ja, sogar töten kannst du mich und doch werde ich nie..." "Halt dein verdammtes Maul! Du, und all die Anderen die sich mir in den Weg stellen, werden sterben! Penelope wird zu mir zurückkommen und alles wird so wie früher, egal, wie viele Leben es kostet!", brüllte Jerry. "Du verstehst es wohl immer noch nicht!", rief Ben mit zunehmender Wut. "Niemand, der noch etwas Verstand in der Birne hat würde mit dir zusammen sein wollen!" "Wie oft denn noch?! Ich sagte: Wenn du am Leben bleiben willst, dann halt deine Fresse!" "Ich werde solange reden, bis endlich Gerechtigkeit..." "Schweig!", brüllte Jerry und zog das blutige Messer aus Bens Brust. Penelope sank zu Boden. Bens Körper lag regungslos da. Blut strömte aus seiner Wunde und sammelte sich auf den weißen Fliesen der Kantine. Totenstille. Nur Penelopes ersticktes schluchzen war noch zu hören. Fuchs drückte Lucys Gesicht wieder in sein tränennasses Hemd. Sven stand da, das blutverschmierte Messer fest in der Hand, die Menschen mit einem irren Blick anfunkelnd und fragte zynisch: "Wer von euch ist der nächste?"

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