Das wundersame Leben von

Fuchs und Schlange

Kapitel 6

 

 

Hastig notierte die Ärztin sich etwas und eilte dann aus dem Zimmer. Schlange öffnete die Tür und trat ein. Fuchs folgte. „Würdet ihr mir bitte das nächste Mal Bescheid geben, wenn sich einer von euch als mein Großvater ausgibt?“, bat Lucy. Schlange lächelte. „Ich hatte keine Möglichkeit dazu.“ Lucy sah Fuchs auffordernd an. Dieser lachte und erklärte:„Es tut mir Leid, aber du hast je gehört das Schlange und ich ein paar Unstimmigkeiten hatten.“ „Und wie ich das habe. Außerdem glaube ich gehört zu haben das Jemand an meinem überleben gezweifelt hat. Ganze 2-mal!“ „Tut mir ja schon Leid. Du hast doch selbst gesagt das es noch nie so schlimm war.“, versuchte Fuchs zu erklären. Lucy lächelte ihren Vater an und nickte. „Was hat bei der Untersuchung eigentlich so lange gedauert?“, wollte Schlange wissen. „Sie musste testen ob ich mein Gedächtnis verloren habe.“, erwiderte Lucy. Das Lächeln verschwand aus Schlanges Gesicht und auch Fuchs schien beunruhigt. „Was für Fragen hat sie gestellt?“, fragte er. „Sie hat mich gefragt wie ich heiße, wie du heißt, wie mein angeblicher Großvater heißt und als was Fuchs arbeitet, und als ich ihr sagte er wäre Physiker, fragte sie mich was er erforsche.“ Fuchs und Schlange sahen sich besorgt an. „Was hast du geantwortet?“, fragte Schlange. „Lucy Fux, Fuchs, Schlange, Physiker und Zeitreisen.“ „Du hast ihr also die Wahrheit gesagt?“ Lucy nickte. Schlange ließ sich auf das Fußende ihres Bettes fallen und legte den Kopf in die Hände. Fuchs rührte sich nicht. „Sie werden uns schnappen.“, murmelte er. „Wer?“, fragte Lucy. „Na wer wohl? Die Polizei natürlich! Sie werden kommen und uns verhaften. Hast du etwa schon vergessen das unsere Arbeit schon seit 10 Jahren eingestellt, und somit illegal ist?! Hat dein Vater dir denn nie den Grund für sein Jahrelanges verschwinden genannt?“ , brüllte Schlange. All die Ruhe und Vertraulichkeit, die seine Stimme verströmte, war verschwunden, stattdessen ertönten Wut, Verzweiflung und Angst. Lucy wich ein Stück zurück. Sie senkte den Kopf, denn niemand sollte die Tränen in ihren Augen sehen. „Schlange! Beruhige dich!Es steht noch doch gar nicht fest ob wir verhaftet werden.“, entgegnete Fuchs. Er legte Lucy einen Arm um die Schulter. „Und schreie meine Tochter nie wieder an.“, fügte er mit Nachdruck hinzu. Schlange legte den Kopf wieder in die Hände und schwieg. Fuchs seufzte und verließ das Zimmer. „Warum hat Onkel Ben mir gesagt er wäre tot?“, fragte Lucy. Ihre Stimme zitterte noch vor Überraschung und Angst. Schlange hob langsam den Kopf und sah sie an. „Warum fragst du mich das?“, brummte er. „Fuchs ist nicht hier und ich kann nicht aufstehen und zu ihm gehen und ich weiß das du es weißt, also, was ist?“ Schlange schüttelte den Kopf. „Ich weiß nur das er dich, im Falle einer Festnahme, schützen wollte.“ Lucy nickte und sah wehmütig zur Tür. „Du möchtest zu ihm, nicht wahr?“ Lucy war froh das Schlanges Stimme ihren normalen Klang zurückerlangt hatte. Lucy nickte wieder. „Dann komm“ Schlange lächelte sie an, stand auf und reichte ihr seinen Arm. Lucy lächelte ihn dankbar an. Gemeinsam gingen sie Schritt für Schritt auf die Tür zu. Laute Stimmen drangen an Lucys Ohr. Endlich hatte sie wieder Gefühl in den Beinen und beschleunigte ihren Gang. Sie öffnete die Tür und anstatt ihrem Vater der sich mit den Ärzten unterhielt, sah sie seine Festnahme.