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Als Lily heute Morgen aus dem Haus ging , um zur Schule zu gehen, wusste sie noch nicht, dass dies ein ganz besonderer Tag werden würden. Doch als sie um 7.30 Uhr auf dem Schulhof wie gewöhnlich die Klassenzicke Sandra traf, konnte sie ihren Sinnen nicht glauben. Sie sah mit ihren eigenen Augen, wie SANDRA sie anlächelte, hörte wie sie Lily mit einer freundlichen Stimme begrüßte und roch ihr nach Rosen und Sommer duftendes Parfüm. Sandra. Das Mädchen, das sie seit der fünften Klasse schikaniert und bloßgestellt, ausgegrenzt und beleidigt hatte, genau dieses Mädchen kam nun auf Lily zu und zwar nicht um sie als ,,Fette Kuh“ zu beschimpfen, sondern um sich zu entschuldigen. Ja, Sandra entschuldigte sich bei ihr. Sie redete von dem Tod ihrer Oma und, dass sie das wieder auf ,,die richtige Spur“ gebracht hätte und, dass sie sich daneben verhalten hätte.

 

 

 

Jetzt stand Sandra also vor Lily, hielt ihr ihre Hand hin und fragte mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. ,,Freunde?“ Lily bekam ein sehr mulmiges Gefühl, es war, als ob sie in einem Raum wäre, der jede Sekunde enger wurde und es keine Tür hinaus gab. Als ob sie keinen Ausweg hätte und einschlagen müsste. Andererseits wusste sie nicht, ob sie Sandra vertrauen durfte. Am Ende war es vielleicht nur ein Trick und sie wollte Lily mal wieder vor allen blamieren. Außerdem hatte sie so viel Schlimmes getan, dass Lily ihr nicht so schnell verzeihen konnte also sagte sie: ,,Ich muss nochmal darüber nachdenken, okay?“ Lily hatte schon ein abwertendes Gesicht oder einen dummen Spruch erwartet, aber Sandra sagte höflich, dass sie das verstehen könnte und ließ Lily gehen.

 

Diese wusste nicht, was sie tun sollte und ging so am nächsten Morgen ohne eine Antwort auf Sandras Frage in die Schule. Doch das schien Sandra nicht zu stören und sie fragte Lily den Rest der Woche jeden Tag, ob sie sich wieder vertragen sollten. Als Lily am Ende der Schulwoche in die Schule kam, erwartet sie schon wieder so eine Frage, doch diesmal fragte Sandra etwas anderes. Sie fragte, ob Lily mit Sandra und ein paar ihrer Freundinnen in die Stadt wollte. Und da Lily schon immer gedacht hatte, dass Sandra eigentlich nett war und Schüler nur ,,mobbt“ um besser dazustehen oder um selber nicht gemobbt zu werden, und, weil Sandra die ganze Woche so nett zu Lily gewesen war, sagte sie zu, aber sie wollte lieber noch eine Freundin von sich mitnehmen. Also fragte sie Sandra, ob sie dürfte und diese meinte, dass Lily auch alle ihre Freunde mitbringen kann. Ab diesem Tag wurde Lily jeden Tag von Sandra zur Begrüßung umarmt und sie verbrachten alle ihre Schulpausen zusammen. Sie waren innerhalb einer Woche beste Freundinnen geworden .Sie machten so gut wie alles zusammen, die Hausaufgaben, ihre Referate und  so weiter. Lily ging immer öfter nach der Schule mit zu Sandra und sie hatten eine Menge Spaß zusammen. ,,Das…“, dachte sich Lily immer wieder ,,Das muss wahre Freundschaft sein.“ Und sie war so glücklich über ihre Beziehung, dass sie sich sogar auf die Schule freute.

 

Als sie mal wieder bei Sandra zuhause war und die beiden im Garten lagen und sich sonnten, erschreckte Lily, weil ein schrilles Piepen ertönte. Als sie hochschreckte musste Lily feststellen, dass sie auf ihrem Bett saß. Und sie musste realisieren, dass sie alles nur geträumt hatte.

 

 

 

Nina