Schüler an die Macht

 

 

 

Ich glaube, alle wissen wie es ist, nachmittags nachhause zu kommen und für den Rest des Tages dann am Schreibtisch zu sitzen und Hausaufgaben zu machen. Ich glaube auch, dass ihr alle keine Lust dazu habt, denn ganz ehrlich, wer mag schon Hausaufgaben? Wie wäre es, wenn ich euch sage, dass es Schüler gibt, die auch die Nase voll davon haben und das jetzt ändern wollen?  Glaubt ihr mir nicht? Dann werde ich euch jetzt die Geschichte von der ASS erzählen, der  Albert-Schweitzer-Schule. Na ja, eher von der 5d.

 

Die 5d ist voller Schüler, die alle nicht wirklich Lust dazu haben, etwas zu lernen. Viele denken sich auch einfach nur: Hey, die Leute sagen immer, dass man in der Schule etwas für das spätere Leben lernt. Aber ganz ehrlich, wozu muss man wissen, was das Ergebnis von 53678 mal 816 minus 5467 ist? Und wenn ihr euch auch manchmal dasselbe denkt, solltet ihr das hier unbedingt lesen!

 

Es war ein eigentlich ganz normaler Tag, die Sonne schien, die Kinder spielten auf dem Schulhof und die Lehrer bereiteten sich auf den Unterricht vor.

 

Doch eine Sache sollte an diesem Tag nicht so sein wie sonst.

 

 

 

Erste Doppelstunde, Mathe:

 

Die Kinder der 5d saßen alle auf ihren Plätzen, als der Lehrer reinkam, wunderte er sich bereits, dass nicht alle wild durch den Raum tobten. In einer Ecke am anderen Ende des Raumes fing plötzlich ein Mädchen an zu kichern, alle guckten sie mit vernichtenden Blicken an und sie hörte abrupt damit auf.

 

Die Stunde verlief ganz normal, nur eine Sache war anders. Denn anders als sonst, arbeiteten alle mit und keiner quatschte mit seinem Nachbarn.

 

Am Ende der Doppelstunde lobte der Lehrer die Kinder und schickte sie dann in die Pause.

 

Dabei entgingen ihm jedoch nicht die Gesichter der Kinder, als sie den Klassenraum verließen, denn alle lächelten sie, als ob dem Lehrer irgendwas entgangen wäre.

 

 

 

Und in der Pause passierte es dann:

 

Durch die ganze Schule hallte durch die Lautsprecher eine Stimme, jedoch nicht wie sonst die Stimme des Schulleiters, sondern die eines Kindes.

 

„Hey Leute, ich wollte euch nur Bescheid sagen, dass die Lehrer hiermit entlassen sind! Sie können gehen! Ach und die Lehrer, die in fünf Minuten noch nicht verschwunden sind, werden in die Klassenräume gesperrt. Aber keine Sorge, sobald der Unterricht durch ist, dürfen sie nachhause zu ihren Eltern und Hausaufgaben machen!“, sagte das Kind.

 

Und so wie das Kind es gesagt hatte, so geschah es auch. Die Lehrer glaubten nicht daran, dass das ernst gemeint war und bereiteten sich auf die nächste Doppelstunde vor.

 

Doch, als sie in die Klassen kamen, gab es keine Spur von den Schülern. Als die Lehrer jedoch wieder die Räume verlassen wollten, merkten sie, dass die Türen abgeschlossen waren und als sie ihre Schlüssel holen wollten, waren diese auch nicht da.

 

Nach einiger Zeit dann wurde ein Zettel durch die Schlitze unter der Tür rein geworfen. Alle Lehrer stürmten sofort zur ihrer Tür und lasen den jeweiligen Brief.

 

 

 

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

 

wir bitten Sie, dass hier als kleine Vorwarnung zu nehmen.

 

Geben Sie uns in Zukunft lieber nicht so viele Hausaufgaben auf, die uns dann den Rest des Tages an den Schreibtisch binden. Falls Sie das nicht beachten, dürfen Sie sich auf eine Nacht in der Schule freuen!

 

Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag!

 

5d

 

 

 

Nach dieser Ankündigung gab es tatsächlich nicht mehr so viele Hausaufgaben und damit waren alle glücklich.

 

 

 

Glaubt ihr, dass die Geschichte wahr ist? Nein?

 

Dann muss ich euch sagen, das stimmt natürlich. Ich denke aber, dass die Geschichte eine schöne Anregung für den nächsten Abistreich wäre, vielleicht aber auch einfach mal so, wenn die Lehrer mal wieder mit den Hausaufgaben übertreiben.

 

Lasst euch was einfallen, ich freue mich schon auf das Ergebnis.

 

 

 

Eure Antonia