Wie der kleine Geist ein Quälgeist wurde

 

 

 

Fips, ein kleiner süßer Geist, war immer in dem Turm hinter dem Friedhof zu finden. Denn dort kochte seine Tante, eine Hexe ersten Grades, glibbrigen Spinnenschleim. Am Ende jammerte Fips immer, weil der Schleim so herrlich eklig war, dass er viel zu viel davon aß. Seine Tante heulte ebenfalls, aber nur, weil das Essen nicht mehr für ihren Gatten, den Poltergeist, reichte. Dabei war er doch immer so hungrig, wenn er mit ohrenbetäubendem Donnern vom Gruseln und Morden zurückkam. Dann rächte er sich nämlich, indem er die kopflose Leiche vom zittrigen Zombie durch den Turm fliegen ließ. Daraufhin erwachten alle Ungeheuer vom Friedhof, die Vogelspinne, der Vampir und viele andere, und donnerten mit donnerndem Gebrüll und schrecklichem Schreien durch den dunklen Nebel.

 

Das an sich ist nicht schlimm, aber die hatten auch Hunger und so entstand jedes Mal ein riesiges Chaos, weil die Hexentante nichts mehr im Topf hatte. Wie irre wirbelten alle Geister durcheinander. Davon hatte die Tante eines Tages genug und kochte von nun an nie mehr eckligen Schleim, sondern wohlduftende Blutwurst, die keinem schmeckte.

 

So kam es dass die Ungeheuer leise blieben, der Poltergeist nicht irre tobte, die Hexentante keine Angst haben brauchte und der kleine Geist --- aus lauter Wehmut --- ein jammernder Quälgeist wurde. Und wenn er nicht erlöst wurde, dann quält er sich noch heute.

 

 

 

N. S.

 

(Vorher haben wir ein Grusel-ABC erstellt und mit den dort gesammelten Gruselwörtern schrieb ich diese Geschichte. Ich hoffe, sie gefällt euch.)

 

 

 

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