Die tausend Türen Wege

 

 

 

 

 

Prolog

 

 

 

Es war Nacht. Die dicht stehenden Bäume ließen kaum Mondlicht durch. Schatten tanzten auf dem, von der kalten Nachtluft klammen, Moos, wenn der Wind durch die Baumwipfel fuhr. Drei Gestalten standen um einen kleinen, tiefschwarzen Teich. „Es wird Zeit“, flüsterte die erste. Die anderen nickten. Sie versuchten ruhig zu wirken, aber ihre steife Haltung verriet ihre Nervosität. Eine kleine Welle ging durch das Wasser des Teiches, das bis jetzt trotz des Windes ruhig geblieben war. Ein Gesicht war nun auf dem Wasserspiegel zu sehen. Die drei Leute neigten ehrfürchtig den Kopf. „Du hast gerufen?“ sagte einer von ihnen. „Ja. Ich möchte mit euch über eine wichtige Entscheidung sprechen“, sagte eine raue Stimme, die aus dem Teich zu kommen schien. Die drei Zuhörer nickten ernst. Die Stimme sprach weiter. „Wie ihr wisst, hat Salvatorix sich letztens in Besitz des Monalvor gebracht. Wir müssen jemanden bestimmen, der ihn wieder zurück bringt, bevor Salvatorix auf dumme Gedanken kommt und von Monalvors Zauberkraft Gebrauch macht.“ Die Stimme hatte einen leicht spöttischen Unterton. „Ich habe da schon mal jemanden in Betracht gezogen.“

 

Die Person kicherte: „Seht euch meine Wahl an!“

 

Das Gesicht verschwand und es erschien dafür eine andere Gestalt. Die Zuhörer waren sichtlich erstaunt. Der erste äußerte als erstes seine Bedenken: „ Die?! Die ist doch noch ein Kind!“ Das Gesicht, das nun wieder auf dem Wasser aufgetaucht war, runzelte die Stirn. „Ich verstehe dein Erstaunen, aber sie ist die Enkelin von

 

Merkurus“ „Das ist mir durchaus bewusst“, versicherte die Person, „aber vielleicht braucht sie noch etwas Zeit. Wie soll sie den Monalvor zurückholen, wenn sich Salvatorix bei ihrem Anblick totlacht?“ „Indem wir ihr das hier geben“ Erneut zuckten Wellen über die Wasseroberfläche und plötzlich lag eine goldene Scheibe am Ufer, ungefähr so groß, dass sie genau in eine Hand passte. Ein silbernes Band war daran befestigt. Die Augen der Zuhörer wurden groß. „Das“ sagte der Eine langsam, „Ist natürlich etwas anderes. Wir werden es ihr ausrichten.“    

 

 

 

Fortsetzung folgt.                                                                

 

 

 

Frida