Der TraumMörder

 

In einer lauen Sommernacht, lief eine dunkle Gestalt über eine große Wiese, die im Mondschein hell erleuchtet wurde. In derselben Zeit trafen sich fünf junge Männer vor einer geschlossenen McDonalds-Filiale. Der Anführer von ihnen hieß Paul und war am stärksten von den Jungen, einer war groß und blond, ein anderer klein und mit blauer Kappe, der nächste war eher dünn und lief mit leicht krummen Rücken und einer von ihnen war Jack. Jack, der Jüngste und Schwächste, hatte sich dazu entschieden aufgrund allerlei Beleidigungen, die ihm der Schule immer an den Kopf geworfen werden, heute hier zu sein. Er hatte sich bereits um Mitternacht aus dem Haus geschlichen, um nicht von den Nachbarn oder - noch schlimmer - von seinen Eltern entdeckt zu werden. Paul fing an zu reden: “Hi, Leute…. Fangen wir gleich an, also Tim du stehst hier vorne an der Tür Schmiere, Kevin du gehst zum hinterem Eingang rein und nimm Jonas mit. Du Jack, kommst mit mir, wir gehen gleich hier durchs Fenster...“ Jack hatte ein mulmiges Gefühl, er wollte nach Hause, doch nach der Nacht würde er endlich dazu gehören. Paul nahm die Metallstange, die er mitgenommen hatte, und schlug das Fenster ein. Jack zuckte zusammen. „Na, schon Angst?“, rief Kevin ihm zu und ging mit Jonas zum Hintereingang. Paul stieg schon durch das zerschlagene Fenster, Jack folgte ihm nun schließlich zögernd. „Brich du doch schon mal die Kasse auf, ich will noch gucken, ob es noch Donuts gibt!“, sagte Paul und warf Jack die Metallstange zu.

 

Es war plötzlich morgens. Jack wachte auf. Wo war er? Das Einzige woran er sich erinnern konnte, war die Metallstange und plötzlich fiel ihm wieder alles ein. Paul hatte ihm die Metallstange zugeworfen und die traf ihn genau am Kopf. Wo waren denn jetzt alle? Jack sah raus, die Sonne ging langsam auf! Er sah sich um, alles war leer geräumt worden oder kaputt gemacht worden. Jack wollte sich schnell aus dem Staub machen, um keinen Ärger zu bekommen, doch dann klopfte es an der Tür der Abstellkammer. Jack konnte nur schwer dem Drang widerstehen vor Angst loszuschreien, es rumpelte und  es ertönten Rufe. Jack nahm die Metallstange und bewegte sich langsam in Richtung Tür, er drückte die halb abgeschlagene Türklinke hinunter und wollte sich mit Gebrüll auf denjenigen stürzen, der dahinter sein mochte.

 

Ein gefesselter Mann in Dienstbekleidung hockte mit ängstlichem Gesicht in der hintersten Ecke. Jack löste die Fesseln und der Mann schrie panisch herum und rannte aus der McDonalds-Filiale. Jack zögerte und machte sich aus dem Staub, die Metallstange versteckte er in dem Gebüsch zwischen dem Parkplatz und der verlassenen Landstraße. Als Jack zu Hause ankam, war es 8 Uhr, seine Eltern schliefen zum Glück noch, aber es war ungewöhnlich still, derzeit hörte man normalerweise die Nachbarn herumbrüllen, aber die schliefen wohl auch noch.

 

Die Gestalt, die zu dieser Zeit noch herumstreifte, ging gelangweilt die verlassene Landstraße herunter und sah ein blaues Polizeiauto vor der McDonalds-Filiale stehen. Sie schlich sich näher heran und hörte einen Polizisten sagen, dass es einen Raubüberfall gegeben haben musste, was ihr ein verstörendes Grinsen entlockte. Die Gestalt nahm ihren Mut zusammen und zog sich die Kapuze vom Kopf, wahrscheinlich um nicht verdächtig zu wirken. Den Polizisten kam eine junge Frau entgegen, die langes rotes Haar und einen langen Mantel anhatte. Sie kam näher und blieb genau vor Officer Schlüppers, der in seiner blauen Jacke gespannt die junge Frau musterte:,, Guten Abend meine Heeren, wie es aussieht, steht ihr vor einem Rätsel…..“

 

Jack wachte auf, er war verwirrt. Was war jetzt passiert und was hatte er nur geträumt?  Er sah auf sein Handy, fünf Nachrichten von Paul, der in der Nacht anscheinend wissen wollte, wo er gewesen ist. Das heißt Jack war die ganze Zeit hier in seinem Zimmer und hatte nicht das McDonalds ausgeraubt. „Zum Glück“, dachte Jack, der langsam runter in die Küche lief, um sich Toast zu machen. Es gab nur eine Sache, die ihn sehr zum Nachdenken brachte: Wer war diese Frau, von der er geträumt hatte? Er dachte nicht weiter darüber nach und ging nach oben in sein Zimmer, streifte sich seinen roten Pulli an und ging ins Bad, um sich die Zähne zu putzen.  Während er sich abquälte seine zerzausten Haare zu kämmen, sah er aus dem Fenster und beobachtete die Autos und Menschen, als er plötzlich die Frau sah, welche in seinem Traum vorkam. Sie sah zu ihm hoch, er sah weg und wieder zu ihr hin. Nun war sie verschwunden, Jack bekam eine Gänsehaut und ein unangenehmes Kribbeln lief ihm eiskalt den Rücken hinunter. Er drehte sich um, die Frau, die eben noch da unten stand, stand nun direkt vor ihm. Das war das Letzte, woran sich Jack erinnerte, als er aufwachte und sofort eine spitze Klinge auf ihn zuraste. 

 

 

 

 

 

 

 

ENDE

 

von Marline, Klasse 6

 

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