Die silberne Uhr

Es war der 31.Oktober. Halloween. Lina freute sich schon riesig mit ihrer Freundin Arina am Abend um die Häusern zu ziehen. Sie ging zum Frühstückstisch und wollte gerade in ihr Brot beißen als ihre Mutter zu ihr sagte: „Hier Post für dich!“ Sie reichte ihr einen Briefumschlag. Lina öffnete ihn. Darin fand sich eine kleine silberne Taschenuhr und ein kleiner Zettel. Alle ihre Zahlen waren aus silber, außer der Zwölf, wo statt der  Zahl ein goldener Totenkopf prankte. Lina fand die Uhr irgendwie unheimlich. Sie faltete den Zettel auseinander und las:

Wenn die Uhr zwölfe  schlägt zur Geisterstunde

dann  macht ein Mörder seine Runde

und wer die Uhr besitzt wird verenden

sein Blut wird kleben an des Mörders Händen                                  

Lina starte die unheimliche Botschaft an. „Hey Mama guck dir mal das an!“ Ihre Mutter sah verdutzt auf den Zettel: „Aber da steht doch gar nichts.“ Warum konnte Linas Mutter den Zettel nicht lesen, sie wusste es nicht. Als Lina in der Schule war, dachte sie dass es vielleicht nur ein böser Streich gewesen war und schmiss die Uhr samt Zettel in der Pause in den nächst gelegenen Mülleimer. Aber als sie in der dritten Stunde wieder zu ihrem Platz zurückkehrte, lag dort beides wieder. Den ganzen Vormittag versuchte sie die Uhr loszuwerden, aber sie kam immer wieder auf wundersame Weise zu ihr zurück.

Es wurde langsam dunkel und eisiger Wind schlug gegen die Fenster ihres Hauses. Lina hatte zwar Angst aber Arina war ihre beste Freundin und so zogen sie am Abend um die Häuser. Als sie an ein paar Häusern vorbeigekommen waren, sagte Arina: „ Hey, ich kenne eine Abkürzung über den Friedhof.“ Lina widersprach, aber musste am Ende doch einwilligen. Auf dem Friedhof war es düster und es roch nach vermodertem Fleisch. Plötzlich hörte Lina ein Stöhnen, sie drehte sich zu Arina um. Aber wo war Arina? Sie stand nicht mehr hinter ihr. „A-Arina! Das ist nicht witzig! Komm sofort raus!“, ihre Stimme zitterte. Der Geruch nach vermodertem Fleisch wurde immer stärker. Plötzlich bohrten sich zwei krallenartige Hände in ihre Schultern. Lina schrie auf vor Schmerz, aber sie konnte sich aus dem eisigen Griff befreien. Sie fiel auf die matschige Erde, Blut floss ihre Schultern herunter. Sie drehte sich auf den Rücken. Ihr gefror das Blut in den Adern. Vor ihr stand ein Mann, seine Haut war so verrottet und verwest, dass man an manchen Stellen Knochen und Organe sah.

Er trug zerfetzte und verdreckte Jeans und ein blutdurchtränktes T-Shirt. Seine weißen Haare klebten vor Blut. Statt der Augen hatte er zwei dunkle Höhlen. Er zog ein Messer. Erst jetzt sah Lina die silberne Uhr, die vor ihren Füßen lag. Wie war die denn hierhergekommen? Der verweste Mann stürzte sich auf sie. Lina versuchte aufzustehen, aber er war schneller und bohrte ihr das Messer in die Brust. Ein Schmerzensschrei erfüllte die Nachtluft.

Also wenn ihr jemals die Uhr finden solltet, dann versteckt euch, sonst wird er euch finden.

 

Von Greta 

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