Albert Schweitzer:

Frühe Jahre und Ausbildung

 

 

 

Wer war Albert Schweitzer?

Albert Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in Kaysersburg im heutigen Frankreich geboren. Damals gehörte das Dorf im Elsass jedoch zum Deutschen Kaiserreich. Der junge Albert lernte hier gleichermaßen Deutsch und Französisch und begann nach seinem Abitur in Straßburg Philosophie sowie evangelische Theologie zu studieren.

Daneben studierte er in Paris Orgel. Sowohl in Philosophie als auch in Theologie machte er seine Doktorarbeit und brachte es 1902 sogar zum Dozent an der Universität Straßburg. Schon jetzt galt er als Fachmann in diesen Themenbereichen, ebenso wie an der Orgel.


Albert Schweitzer hat andere Ziele

Doch je mehr er sich mit der Philosophie beschäftige, umso mehr wuchs in ihm der Wunsch nach einer anderen Tätigkeit. 1905 begann er mit Sondergenehmigung ein Medizinstudium in Lüttich (Belgien), dass er 1913 mit Doktor- und Professorentitel beendete. Somit war Albert Schweitzer in insgesamt vier Fachbereichen tätig und anerkannt.

Das Urwaldkrankenhaus

Als Arzt konnte sich Schweitzer nun endlich seinen Traum erfüllen, als Missionsarzt in Afrika tätig zu werden. So eröffnete er 1913 in Lambaréné im heutigen Gabun an der afrikanischen Westküste sein berühmtes Urwaldhospital. Dort half er den Menschen mit medizinischer Versorgung, die sie anders kaum bekommen hätten und rettete so unzählige Leben.

Schwierigkeiten im Krieg

Das Urwaldspital lag damals in einer französischen Kolonie. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach wurden Albert Schweitzer und seine Frau von den Franzosen unter Arrest gestellt, weil sie Deutsche waren. Schließlich wurden sie in Frankreich inhaftiert. Nach dem Krieg erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Schweitzer musste als Krankenhausarzt arbeiten und Orgelkonzerte geben, um seine Schulden zu bezahlen, ehe er genug für die Rückkehr nach Gabun gespart hatte.

Rückkehr und Engagement in der Welt

1924 kehrte Albert Schweitzer nach Lambaréné zurück und baute dort sein Hospital aus. In den folgenden Jahren beschränkte sich sein Engagement nicht nur auf Afrika. Schon 1932 warnte er vor dem aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland. Außerdem rief er immer wieder zum Frieden auf. Zusammen mit Albert Einstein setzte er sich gegen Atomwaffen ein, da er wusste, wie unmenschlich und zerstörerisch sie waren. 1952 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.


Ehrfurcht vor dem Leben
Sein philosophisches Denken lässt sich an seinen Vorträgen über die Ehrfurcht vor dem Leben erklären. Es basiert auf dem Grundsatz: Ich bin Leben, dass leben will, inmitten von Leben, dass leben will. Schweitzer wollte, dass sich ein jeder bewusst wird, dass seine Mitmenschen, wie auch jedes Tier auf Erden, das gleiche Lebensbedürfnis haben, wie er selbst. Deshalb dürfe man keinem Lebewesen Leid zu fügen.

Daraus folgert er, dass der Mensch keinen Krieg führen und außerdem vor Tieren ebenso viel Achtung haben sollte, wie vor sich selbst.

 


Albert Schweitzers Erbe
Albert Schweitzer starb am 4. September 1965 in seinem Tropenkrankenhaus in Gabun. Für die Nachwelt hinterließ er vor allem seine Lebensphilosophie, die auch in heutigen Zeiten, da immer mehr Arten vom Aussterben bedroht sind, aktuell ist. Das Urwaldhospital existiert immer noch und beherbergt mehrere Stationen, sowie ein Malaria-Forschungszentrum.

 

Quelle: https://www.wasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/wer-war-albert-schweitzer.html