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Der Tag, als alle Dinos starben

Vor 66 Millionen Jahren währte das Zeitalter der Dinosaurier bereits etwa 165 Millionen Jahre - und es sah nicht danach aus, als ob sich daran bald etwas ändern würde. Die Welt war warm und schön, es gab üppige Wälder und eine unglaubliche Vielfalt an Bäumen, Blumen, Farnen, und Billiarden von Kriechtieren.

Die Dinosaurier waren allgegenwärtig und hatten sich in hunderte Spezies in allen möglichen Größen und Formen entwickelt. Sanfte Riesen wie der Titanosaurus teilten sich die Welt mit berühmt-berüchtigten Monstern wie dem Tyrannosaurus Rex oder dem Edmontosaurus. Pectinodon jagte im Unterholz, während der Edmontosaurus Küsten und Sümpfe besiedelte. Ein uraltes Paradies, eine Welt des Überflusses, voller Leben.

Vor 66 Millionen Jahren, vielleicht war es auch ein Sonntagnachmittag, war das Leben nicht anders als am Tag zuvor, tausend Jahre zuvor, oder auch eine Million Jahre zuvor. Alles lief gut für unsere gefiederten Dinosaurier-Kumpels. Dann tauchte plötzlich ein winziges Licht am Himmel auf. Wenn Dinosaurier Sterne beobachteten, sahen sie über viele Wochen hinweg einen hellen Punkt, der dann eines Tages aussah wie ein zweiter Mond. An einem normalen Tag, wo alles wie immer schien, krachte dann der Asteroid neben die Halbinsel Yukatan ein. Dieses riesige Objekt brauchte nur zwei Sekunden um die gesamte Atmosphäre zu durchdringen, mit fast 60-facher Schallgeschwindigkeit. Dieser Asteroid war größer als der Mount Everest und höher als Millionen Jahre später Flugzeuge fliegen werden. Vor dem Einschlag war die Erde normal und mit viel Natur, wenige Minuten später sah sie für immer anders aus. Als dann der Asteroid kollidierte, breitete sich eine Plasmawelle mit Lichtgeschwindigkeit aus, die alles im Umkreis von 1.500 Kilometern verdampfte. Durch die Wucht hatte die Erdkruste ihre Härte verloren und sie wurde wie Wasser an die Seite geschwemmt, dadurch bildete sich ein 25km tiefes und 100km breites Loch. Das Meer wurde hunderte Kilometer nach hinten gedrängt. Kurz darauf bildet die weggefegte Erdkruste einen vorübergehend 10km hohen Berg, dadurch werden milliarden Tonnen Material in die Atmosphäre oder sogar ins All geschleudert, wo das Material den Mond und sogar den Mars trifft. Viel von diesem Material stürzt aber zurück auf die Erde. Diese Menge war am Ende die 60-Fache Masse des Asteroiden. Dieser Einschlag war am ganzen Planeten zu spüren, sogar auf der anderen Seite der Welt. Wenige Sekunden später kam ein Hagel des Materials, das jetzt eine Hitze von 5000 Grad besaß. Als alles auf die Erde runterhagelte, entwickelte sich eine Temperatur von 200 Grad für ungefähr 5 Minuten. Alle Lebewesen, die nicht in Höhlen oder unter der Erde waren, starben in wenigen Sekunden. Dieser Hitzeschock würde lange andauern, weil Lauffeuer ausbrechen würden, wegen des ganzen Schuttes und der unerträglichen Hitze. Als es dämmerte, nicht wegen der einbrechenden Nacht, sondern wegen der Aschewolken, waren die meisten Dinos schon längst tot. Aber der schlimmste Teil kommt noch. Durch die Aschewolke, die entstand, bildete sich eine dicke Wolke um die Atmosphäre, die das ganze Sonnenlicht verdrängte. Es begann ein jahrelanger Winter aus, der sehr kalt war. Besonders der Ozean litt darunter, denn durch das fehlende Sonnenlicht starben 90% des ganzen Planktons und deshalb mit ihm auch viele Plankton-Esser. Der Planet war nicht mehr der, der er einmal gewesen ist. 75% aller Spezies verschwanden einfach, egal ob Tiere oder Pflanzen. Am Ende dieses Tag war die Welt ein ganz andere.

Irgendwann entstanden aus den überlebenden Organismen der Asche alle heute lebenden Tiere. Keine Ahnung wie das Leben ohne diesen Einschlag heute aussehen würde. Wahrscheinlich wären wir nie zu dem geworden, was wir jetzt sind. Wir können nicht wissen, wie lange unser  Zeitalter andauern wird. Die Dinos hatten 165 Millionen wir nur 200.000 Jahre. In dieser ziemlich mickrigen Zeitspanne haben wir echt viel erreicht. Wir haben uns den Planeten zum Untertanen gemacht, sind ins All geflogen und haben uns viel Wissen angereichert. Und wenn wir uns bemühen, können wir noch viel länger hierbleiben.

 

euer José, 6e

 

Quelle: https://youtu.be/P3xKpMa5Bos

 

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